4.
Therapie
(Heilpraktikergesetz)
Sie interessieren sich für (Psycho-)Therapie – nach dem Heilpraktikergesetz?
Weil Sie feststellen oder auch nur den Eindruck haben, dass in Ihrem Leben einiges verläuft, mit dem Sie nicht zufrieden sind, dass Sie eher unglücklich, vielleicht sogar bisweilen verzweifeln lässt: an sich, an Ihrem Umfeld, an…?
Oder da ist ein häufig wiederkehrendes Unbehagen, ein Zweifel an Sie selbst, an Ihrer Wirksamkeit?
Oder etwas, das sich schwer in Worten fassen lässt und auch nicht in den gewohnten Zusammenhängen anspre-chen lässt?
Oder, oder…?
Die oben aufgelisteten Fragen machen wichtige Unterschiede und eben auch Gemeinsamkeiten deutlich!
(Psycho-)Therapie ist eben nicht Supervision (oder Coaching), denn diese sind Beratungsformate für die Ar-beitswelt, in der Sie als Mitglied der Arbeitswelt Ihre Belange einbringen. (Psycho-)Therapie ist in Unter-scheidung hierzu ein „Beratungsformat“, in dem Sie als der besondere Mensch, der Sie sind, Ihre Anliegen (Sorgen, Nöte usw.) aus und für Ihr Leben einbringen –welche immer das auch sind.
Dieses Verständnis von (Psycho-)Therapie unterscheidet sich von einem Verständnis von Psychotherapie hinaus, das sich auf (psychische) Störungen mit Krankheitswert konzentriert. Die etablierte Psychotherapie, praktiziert von den niedergelassenen Psychologischen Psychotherapeuten hat mit Sicherheit auch viel Hilf-reiches und Unterstützendes zu bieten; sie steht aber auch vor dem Erfordernis, Sie (und das, was Sie be-schäftigt) mit einem anerkannten Raster anerkannter psychischer Störungen (ICD oder DSM) zu erfassen und entsprechend erprobter und anerkannter Arten zu „behandeln“. Die Behandlung, die Therapie, folgt der anerkannten Störung und in einem zweiten Schritt wird versucht, die Therapie zu individualisieren.
So zu therapieren, ist das Arrangement mit den Gesetzlichen Krankenversicherungen, die für die Therapie bezahlen und die ihre eigenen Vorstellungen wie und in welcher Zeit lange psychischen Störungen behan-delt werden sollten.
Mein Ansatz besteht darin, Sie als die besondere Person, mit Ihrer einzigartigen Geschichte unvoreingenommen (an) zu nehmen (Was ist, darf auch sein!) und mit Ihnen jeweils daran zu „arbeiten“, was für Sie in dieser beson-deren Lebensphase hilfreich ist und zu einer von Ihnen empfundenen Heilung führt. Ich folge Ihnen – weitestge-hend ohne festgelegtes Schema psychischer Störungen (die ich gleichwohl kenne). Ich teile Ihnen deutlich und doch behutsam mit, was ich mit meinem Wissen, mit meinem Einfühlungsvermögen, mit meiner Erfahrung bei Ihnen – im Kontakt mit mir – wahrnehme; ich bin – wenn es sich ergibt - der an Ihnen anteilnehmende Zeuge heftiger Erlebnisse, die Sie ggfs. erleiden mussten und ich begleite Sie ebenso anteilnehmend, stützend, ggfs. auch behutsam konfrontierend bei Ihren Schritten in ein zufriedenstellenderes Leben.
Ich bin sehr zögerlich damit, Sie (vorrangig) als krank, psychisch gestört (leidend unter psychischen Störungen mit Krankheitswert) anzusehen. Sie kommen mit Ihren Eigenarten und auch Ihren Leiden, die irgendwann in Ih-rem Leben entstanden sind und häufig das Ergebnis einer durchaus produktiven „Anpassungsleistung“ an Ihre damaligen Lebenssituationen waren. Diese nunmehr – für Sie unpassenden – Eigenarten und Ihre Leiden können durch eine Therapie in den Fluss geraten: Sie verändern sich, die Leiden treten in den Hintergrund, neue Befind-lichkeiten (Ihre Art, in dieser, in Ihrer Welt zu sein) verändern sich – daran arbeite ich gerne mit Ihnen.
Und es kann Begrenzungen geben: Es kann sein, dass Sie augenblicklich in einer schwereren Krise sind - als zu-nächst angenommen; es kann sein, dass Sie ein intensivere Betreuung benötigen – mehr als regelmäßi-ge/sporadische Termine in meiner Praxis; es kann sein, dass ein konzentrierter Blick mittels des oben angespro-chenen Rasters und die aus ihm folgende Behandlung im Augenblick für Sie ratsamer ist.
Sollte ich solche Möglichkeiten denken können, würde ich mit Ihnen darüber reden.